PRESSEMITTEILUNG

  • 16. Juli 2014
  • Asset-Management-Branche verzeichnet stärkste Erholung seit der Finanzkrise

  • BCG-Studie: Die weltweit verwalteten Vermögenswerte liegen mit 68,7 Billionen US-Dollar auf Rekordhöhe, Gewinne steigen auf 93 Milliarden US-Dollar – Trotzdem gibt es wenig Grund zur Selbstzufriedenheit

München – Die weltweite Asset-Management-Branche befindet sich weiter im Aufwärtstrend: Die Vermögenswerte stiegen im vergangenen Jahr auf Rekordhöhe und auch die Gewinne erreichten fast ein Allzeithoch. Die weltweiten Assets under Management (AuM) sind im zweiten Jahr in Folge solide gewachsen und 2013 auf 68,7 Billionen US-Dollar gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die BCG-Studie Global Asset Management 2014: Steering the Course to Growth, die heute in New York vorgestellt wurde. Sie untersucht zum zwölften Mal in Folge den globalen Asset-Management-Sektor.

Die Gewinne der Branche stiegen in absoluten Zahlen auf 93 Milliarden US-Dollar und zogen auch im Verhältnis zu den Erlösen an. Beim Nettozufluss neuer Mittel verzeichneten die Vermögensverwalter die stärksten Zuwächse nach der Krise, und zwar ebenfalls im zweiten Jahr nacheinander.

"Asset-Management bleibt eine der profitabelsten Branchen. Die operativen Margen liegen fast schon wieder auf Vorkrisenniveau", sagt Ludger Kübel-Sorger, BCG-Partner und Asset-Management-Experte. Die Margen stiegen von 37 Prozent der Nettoerlöse im Jahr 2012 auf 39 Prozent 2013. Zum Vergleich: Der Rekordwert vor Ausbruch der Krise lag bei 41 Prozent.

Wenig Grund zur Selbstzufriedenheit
"Trotz des überwiegend positiven Bildes haben Vermögensverwalter wenig Grund, sich zurückzulehnen", erklärt BCG-Partner Kübel-Sorger. "Der Markt entwickelt sich weiterhin weg vom Hauptgeschäft der traditionellen Asset-Manager, dem aktiven Management der Kern-Assets, so dass ihr Anteil am globalen Pool erodiert."

Die Studie belegt, dass das Asset-Wachstum zum großen Teil auf die boomenden Aktienmärkte und nicht auf den Zufluss neuer Assets zurückzu-führen ist. Der Nettoneuzufluss in Höhe von 1,6 Prozent der Vorjahres-AuM macht nur einen geringen Teil des Gesamtwachstums aus, wenngleich es der höchste Zufluss seit der Krise ist. Der Großteil dieser Mittel fließt in Solutions, Spezialitäten und nicht-traditionelle Assetklassen. Der globale Profit-Pool bleibt in vielen Märkten unter Druck.

Vermögensverwalter müssen sich in Zukunft auf mehr Komplexität, steigende Kosten und Einschränkungen durch Regulierungswellen einstellen. Die Studie beschreibt fünf "disruptive Trends", mit denen sich Asset-Manager auseinandersetzen müssen, um profitabel zu wachsen: regulatorische Änderungen, die digitale und Datenrevolution, anspruchsvollere Investoren mit einer immer stärkeren Präferenz für nicht-traditionelle Assets, neue Wettbewerber, die nicht-traditionelle Assets anbieten, und Globalisierung.

Auch ein verschärfter Wettbewerb und anspruchsvollere Kunden führen dazu, dass im Servicebereich die Messlatte immer höher gelegt wird. Asset-Manager müssen daher ihren Fokus neu ausrichten und Lösungen für Kundenprobleme anbieten, statt nur Produkte zu verkaufen.

Statt der "Welt der zwei Geschwindigkeiten" viele verschiedene Tempi
"Während die Asset-Management-Branche in den letzten Jahren eine Welt der zwei Geschwindigkeiten war, hat sich das Tempo 2013 in einzelnen Märkten stärker differenziert", so Ludger Kübel-Sorger. Das starke Wachstum verwalteter Vermögenswerte im Jahr 2013 verlangsamte sich in vielen Emerging Markets, während es in zahlreichen Industrieländern weiter zunahm. Andere Emerging Markets – darunter viele in Asien – verzeichneten weiterhin ein robustes Wachstum.

Regional gesehen zeigten sich beim AuM-Wachstum 2013 große Unterschiede: In Nordamerika, dem Nahen Osten sowie Afrika, Japan, Australien und Asien lag die Zunahme der Studie zufolge zwischen 14 und 20 Prozent. Europa und Lateinamerika verzeichneten im Durchschnitt ein Wachstum von acht bzw. sieben Prozent.

Die Studie basiert auf umfassenden BCG-Analysen zur Marktgröße. Analysiert wurden 43 große Märkte, die mehr als 98 Prozent des globalen Asset-Management-Marktes ausmachen. Berücksichtigt wurden ausschließlich Vermögenswerte, die professionell gegen Gebühr verwaltet werden. Einbezogen wurden auch Daten einer aktuellen Benchmarking-Studie, die mehr als 120 führende Asset-Manager umfasst und 53 Prozent der globalen AuM repräsentiert. Die Benchmarking-Daten zu Gebühren, Produkten, Vertriebskanälen, operativen Systemen und Kosten lieferten Einblicke in die der Branche zugrunde liegenden Profitabilitätsquellen.


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The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale Managementberatung und weltweit führend auf dem Gebiet der Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen und Regionen dabei, Wachstumschancen zu nutzen und ihr Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu steigern und das Geschäftsergebnis dauerhaft zu verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist heute an 85 Standorten in 48 Ländern vertreten. Das Unternehmen befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. Für weitere Informationen: www.bcg.de

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