Nach dem Abitur war es für mich keine Frage, dass ich Wissenschaftlerin werden wollte; jemand, der verstehen will, "was die Welt im Innersten zusammenhält". Deshalb habe ich mich für Physik und Philosophie eingeschrieben. Während meiner Promotion in experimenteller Quantenmechanik arbeitete ich so nah an den Grundlagen der Physik, wie ich es mir nur vorstellen konnte, doch was mir fehlte war, die Ergebnisse meiner Arbeit in der Praxis zu sehen. Ich wusste zwar, dass meine Forschungsarbeiten irgendwann konkrete Auswirkungen haben würden, aber wer konnte schon sagen, in wie vielen Jahren es so weit wäre.
Während meiner Suche nach Alternativen zu einer akademischen Laufbahn habe ich an einigen Wochenend-Workshops zur Strategieberatung teilgenommen. Dabei wusste ich nicht viel mehr, als dass auch Physiker ohne wirtschaftliche Ausbildung gesucht wurden. Die Gründe, warum ich mich für BCG entschieden habe, sind die gleichen wie die, warum ich immer noch hier bin – die Menschen und die Arbeit mit den Kunden. Einem Kunden bei der Lösung seiner Probleme zu helfen, ist eine äußerst befriedigende Erfahrung. Ich spüre jeden Tag, dass wir etwas bewegen - und unsere Arbeit führt sehr viel schneller zu sichtbaren Ergebnissen als dies in der Grundlagenphysik der Fall ist. Die Dankbarkeit eines Kunden nach einem erfolgreichen Projekt zählt für mich zu den schönsten Augenblicken. Zu einigen meiner ehemaligen Kunden hab ich auch heute noch Kontakt - lange nach dem Ende unserer gemeinsamen Projekte.
Auch wenn es für einen Außenstehenden ungewöhnlich erscheint, so hatte ich doch von Anfang an das Gefühl, dass mein Physikstudium mir bei meiner Arbeit bei BCG sehr zu Gute kommt. Die analytischen Fähigkeiten, die man benötigt, um eine Theorie in der Physik oder eine Geschäftsidee zu verstehen, weisen sehr große Ähnlichkeiten auf. In beiden Fällen muss das große Problem in kleinere Probleme aufgebrochen werden, bevor man sich voranarbeitet. Die hervorragenden Trainings- und Mentorship-Programme von BCG sind dabei eine große Hilfe. Bei BCG hört man nie auf zu lernen, jedes Projekt ist mit neuen Herausforderungen verbunden: eine Branche, mit der ich noch nie zu tun hatte, oder ein Konzept, von dem ich bisher noch nicht gehört hatte.
Was mir bei BCG besonders gefallen hat, war die Offenheit, die mir dort entgegengebracht wurde – trotz meiner zunächst oft dummen Fragen, wenn es um betriebswirtschaftliche Sachverhalte ging. Ich denke die Basis für diese Offenheit ist der besondere Mix der Menschen, die bei BCG arbeiten, vom ehemaligen Konzertpianisten bis hin zu einem früheren Investmentbanker. Bei BCG geht jeder extrem offen auf Menschen mit einem anderen Background zu.