Hinter uns liegen heiße Tage. Dabei hat uns weniger die Besichtigung der Hochöfen Schweißperlen auf die Stirn getrieben. Hitzig waren vielmehr die Diskussionen darüber, wie die bestehenden Produktionsprozesse weiter verbessert werden können. Bereits mehrere Jahrzehnte setzt sich das Unternehmen damit auseinander, und wir standen nun vor der Herausforderung, weiteres nachhaltiges Optimierungspotenzial für die Produktion zu finden. Wir treffen uns wöchentlich mit dem Kundenteam, um Zwischenergebnisse zu präsentieren und das weitere Vorgehen abzustimmen. Heute, beim dritten "Jour fixe", ist eine entscheidende Zwischenetappe erreicht: Unsere Analysen weisen in die richtige Richtung. Und was noch wichtiger ist: Einige der anfangs eher skeptischen Mitglieder des Kundenteams beginnen sich jetzt brennend für das Projekt zu interessieren. Gemeinsam diskutieren wir, wie die Anlagen konstanter auszulasten und effizienter zu betreiben wären und wie die bestehenden mathematischen Prozessmodelle erweitert werden können. An der Abbildung der zugehörigen Kosten entzündet sich eine intensive Debatte. Die Suche nach dem "Kosteneutektikum" gestaltet sich doch komplexer als gedacht. Wie die Grenzkosten der Rohstahlproduktion exakt zu ermitteln sind, darüber besteht erst nach zwei Stunden Einigkeit. Und dann ist da noch die "Ofensau". Ein Raunen geht durch die Reihen des Teams. Später erfahren wir: Diese flüchtige Verbindung im Hochofenprozess gilt es auf jeden Fall zu vermeiden!