Schon früh habe ich meine internationale Ausbildung begonnen: Mit 17 Jahren zog ich nach Italien und erwarb am United World College of the Adriatic die internationale Hochschulreife. Danach studierte ich Altertumswissenschaften an der Universität Oxford und schloss mein Studium mit der Promotion in Alter Geschichte an der Universität München ab.
Durch meinen besonderen Werdegang hatte ich wenig praktische Berufserfahrung. Stattdessen habe ich viele Ort in der alten Welt von Italien und Griechenland bis Syrien und Usbekistan kennengelernt.
1998 bin ich in das Frankfurter Büro von BCG eingetreten, in dem ich bis heute tätig bin – unterbrochen lediglich von einer Teilnahme am MBA-Programm am INSEAD 2000/2001. Schwerpunktmäßig arbeite ich im Finanzdienstleistungssektor, insbesondere in den Bereichen Risikomanagement und Wholesalebanking. Ich habe mit vielen der führenden Banken in Deutschland gearbeitet und habe auch am Aufbau des neuen BCG-Büros in Athen mitgewirkt, dessen erster Klient eine große griechische Bank war.
Als promovierter Historiker werde ich oft gefragt, wie ich dazu kam, bei einer Unternehmensberatung einzusteigen. Ehrlich gesagt finde ich diesen Weg gar nicht so ungewöhnlich. Was mich an der akademischen Lehre immer begeistert hat, war die Möglichkeit, den Dingen intensiv auf den Grund zu gehen und sie hundertprozentig zu durchdringen. Mit dem Wechsel in die Beratungswelt musste ich diese Leidenschaft für Inhalte nicht aufgeben. Auch bei BCG geht es immer darum, sich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen und erst dann die beste Lösung vorzuschlagen, wenn man ein vollumfängliches Verständnis gewonnen hat.
Im Unterschied zu anderen Unternehmensberatungen ist dieser Anspruch bei uns besonders ausgeprägt und ich empfinde diese Arbeitsweise als äußerst befriedigend. Gegenüber der Wissenschaft sehe ich sogar noch einen großen Vorteil. In der Geschäftswelt kann ich noch viel schneller und direkter auf große aktuelle Fragestellungen Einfluss nehmen und nachhaltig etwas bewegen.
Aber wie wächst man in diese neue Rolle hinein? Bei den vielen komplexen Themen, mit denen sich BCG beschäftigt, lernt man on the Job jeden Tag dazu. Exoten wie ich, die ohne oder mit sehr geringen Wirtschaftskenntnissen einsteigen, erfahren dabei eine interne Ausbildung, bekommen besondere Trainings und werden auf den Projekten entsprechend gecoacht. Wer das Bedürfnis hat, sein akademisches Fundament noch zu erweitern, kann wie ich zusätzlich einen MBA machen, der bei guten Leistungen sogar von BCG gesponsert wird.