Spezielle Herausforderungen der Branche
Die Automobilindustrie sieht sich derzeit den größten Herausforderungen in ihrer Geschichte gegenüber. Der Absatz bei den Erstausrüstern geht weltweit zurück, hinzu kommen Überkapazitäten und umweltpolitische Zwänge. Lieferanten und Händler kämpfen ums Überleben, und gleichzeitig fordern die Kunden eine vielfältigere Auswahl, mehr Leistung und immer höhere Preisnachlässe.
Unternehmen müssen sich einige entscheidende Fragen stellen, um zu überleben oder trotz des Abschwungs sogar erfolgreich zu sein:
Wie passen wir uns an Märkte an, die in Bezug auf die demographische Zusammensetzung der Verbrauchergruppen, lokale Wettbewerber, Lieferantenstamm und den Aufbau der Vertriebskanäle völlig neuen Bedingungen unterliegen?
Wie ändern wir unsere Marktstrategien angesichts einer immer spezifischer werdenden Segmentierung, strenger Emissionsbestimmungen und alternativer Antriebstechniken?
Wir reagieren wir am besten auf neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Erstausrüstern und Lieferanten und auf die globale Konsolidierung der gesamten Branche?
In vielen Volkswirtschaften stellt der Automobilsektor einen großen Teil der Arbeitsplätze und trägt in erheblichem Maße zum Bruttoinlandsprodukt, zum Export, zu den Ausgaben für Forschung und Entwicklung, zum Handelsbilanzüberschuss und zu technischen Innovationen bei. Da eine vollständige Erholung auf das Niveau von 2007 in den nächsten Jahren nicht zu erwarten ist, könnte der Abschwung hunderttausende Arbeitsplätze gefährden. Es ist davon auszugehen, dass staatliche Unterstützungsprogramme aufgelegt und Arbeitsgruppen der Regierung eingesetzt werden, um das Schlimmste zu verhindern.
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